Verein Reptilienstation

Achtung!

Nachdem wir jetzt ein Architekturbüro gefunden haben, suchen wir jetzt noch einen Statiker, der diese Aufgabe als Leistungsspende übernehmen könnte.
Steppenwaran (Varanus exanthematicus) PDF Drucken E-Mail
Steppenwaran (V. exanthematicus)
Steppenwaran (V. exanthematicus)
Hallo...

Ich war ein kleiner weiblicher Steppenwaran.
Ich schreibe in der Vergangenheit, weil mein Leben bei den Menschen leider nicht lange anhielt.
Dennoch möchte ich euch meine Lebensgeschichte kurz erzählen.
Am 02.06.2007 setzte mein Züchter mich und meinen Freund in eine kleine Plastikbox, denn es stand ein interessantes Abenteuer an. Wir sollten an einen guten Platz kommen.
Als wir ankamen konnten wir durch unsere kleine Plastikbox erkennen, dass da noch jede Menge andere Tiere neben uns standen und ebenfalls auf neue Halter warteten.
Nach nicht allzu langer Zeit bekam ich richtig viel Hunger, doch leider bekamen wir jetzt nichts mehr zu fressen. Doch ich brauchte etwas in meinem Magen. Kurzer Hand entschloss ich mich dazu das Substrat zu fressen, womit unsere Box ausgelegt war. Diese Sägespäne waren sehr zäh, aber ich ließ es mir nicht nehmen noch mehr davon in meinen kleinen Mund zu schieben. Doch leider war das eine schlechte Idee. Ich bekam kaum noch Luft und durch meinen Speichel quollen die Späne immer mehr auf. Mir ging es zunehmends schlechter. Endlich kam ein Mann und nahm uns mit.
Er und seine Frau kümmerten sich rührend um uns, doch leider konnten sie nicht direkt erkennen, was sich in meinem Mund befand.
Als meine neuen Halter sahen, dass ich mich, im Gegensatz zu meinem Freund, im neuen Terrarium nicht wirklich bewegte, nahmen sie mich raus und bemerkten die Späne in meinem Mund. Man konnte sie nicht gleich erkennen, aber sie taten alles, damit ich endlich wieder Luft bekam. Mit einer Pinzette holten sie 4-5 mm große Stücke aus meinem kleinen Mäulchen. Doch in meinem Hals steckte immer noch etwas, leider kamen sie da nicht dran. Sie entschlossen sich mit mir sofort zum Notdienst in die Tierklinik Strebersdorf zu fahren.
Die Ärztin holte mir ein Stückchen aus dem Hals und gab mir Vitamine und Flüssignahrung, denn ich war schon verdammt schwach und wollte eigentlich nur noch schlafen.
Nachdem wir wieder zuhause waren ging es mir leider nicht wirklich besser, ich habe viel geschlafen und fressen,... naja, so gut es ging habe ich es ja versucht, aber das war so anstrengend, dass ich sogar mehrfach mit einer kleinen Heuschrecke im Maul wieder eingeschlafen war. Ich bekam Flüssignahrung, weil ich ein paar Tage später die Nahrungsaufnahme ganz verweigerte. Ich hatte wirklich keine Kraft mehr. Doch meine neuen Halter wollten alles versuchen, damit es mir endlich wieder besser ging....
Meine Halter hatten mit der Tierklinik abgesprochen, dass ich ein paar Tage in die Klinik komme, damit ich eine Intensivbehandlung bekommen kann. Gesagt - getan !!!
Die Ärzte in der Klinik taten alles menschenmögliche, damit ich wieder zu Kräften kam, doch ich hatte mich entschieden, ich war zu schwach und wollte nicht mehr. Ich habe gekämpft, doch diesen Kampf hatte ich verloren.
Am 18.06.2007 fanden mich die Ärzte nur noch reglos in meinem Terrarium. Es war zu Ende. Diese Qual hatte endlich ein Ende....
Seit mir nicht böse, aber es war der bessere und vorallem leichtere Weg für mich....

In Gedenken an einen kleinen starken Waran, der leider ohne Name von uns ging....